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 | Hl Hildegard von Bingen |
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Die Hl. Hildegard von Bingen wurde 1098 in Bermersheim geboren. Als zehntes Kind der Familie kam sie bereits mit 8 Jahren zur Erziehung ins Kloster. Dort legte sie auch ihr Gelübde ab und wurde später Äbtissin des Klosters. Ab 1141 hatte Hildegard Visionen, die sie auch niederschrieb. Sie hörte oder sah in einer flirrenden Lichtwolke Tag und Nacht Worte oder Bilder. In diesen Visionen erkannte sie auch die Heilmittel, die wir heute als Hildegard-Medizin kennen bzw. die Ernährungslehre nach Hildegard. Die Klosterschwester forschte selbst nicht mit ihren Heilmitteln. Sie setzte sie weder bei sich noch für bei anderen ein. Sie war zeitlebens der festen Überzeugung, Gott allein entscheidet über eine Heilung. Ihre Heilmittel sind Pflanzen und -teile, tierische Produkte und viele anderen Dinge wie z.B. auch Stahl. Was die Pflanzenheilkunde betrifft, findet sich viel davon auch in unserer heutigen modernen Pflanzenheilkunde wieder, die auch durch Studien belegt ist. Hildegard schreibt aber auch von anderen Heilmethoden wie der Edelsteintherapie, Darmreinigung, Heilfasten usw. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Psychotherapie. Hildegard schreibt, dass nur eine gesunde Seele in einem gesunden Körper ihre Arbeit verrichten kann. Die Hildegard-Medizin ist ein ganzheitliches Verfahren, bei dem der Mensch mit der Natur im Mikro- und Makrokosmos im Gesamtzusammenhang der Schöpfungsgeschichte gesehen wird. Hildegard von Bingen beschrieb aber auch eine Form der Ernährung. Man kann die vielen Empfehlungen kaum zusammenfassen. Besonders wichtig ist jedoch eine Ernährung mit besonders viel Dinkel und möglichst völlig ohne Rohkost. Jedoch muss man dies kritisch betrachten. Dinkel kann man tatsächlich in großen Mengen ohne Probleme essen - im Gegenteil. Dinkel wurde nicht durch Züchtungen verändert. Deshalb kommt er mit sehr wenig bzw. ohne Dünger aus. Zudem enthält Dinkel viele Vitamine, Mineralstoffe, aber auch gesunde Fette und Eiweiße. Dass man jedoch keine Rohkost essen sollte, kann man nicht befürworten. Durch Erhitzen der Nahrungsmittel gehen die meisten Vitamine kaputt und man würde nach heutiger Sicht mit der Zeit einen Mangel an Vitaminen bekommen. Wenn man die Niederschriften der Hl. Hildegard kritisch betrachtet, kann man durchaus viele Aspekte davon übernehmen und auch heute noch neben der Schulmedizin sinnvoll einsetzen.
Literatur: Fa. Sonnentor 2011, „Klostergeist und Kräuterzauber“ Fa. Aurica 2011, Ratgeber „Hildegard von Bingen“ Fa. Jura 2011, Zeitschrift „Hildegard“ - Ausgaben 1, 13, Sonderheft Knaur MensSana 2004, Wighard Strehlow „Das Hildegard-Gesundheitsprogramm“ Christiana-Verlag 2010, Hertzka und Strehlow „Große Hildegard-Apotheke“ Bauer-Verlag 1989, Hertzka und Strehlow „Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin“ Seehamer Verlag 1998, Evelyn Thomsen „Hildegard von Bingen – Heilsteine für Körper, Geist und Seele“ Pattloch-Verlag 1994, Hrsg. Ellen Breindl „Hl. Hildegard – Gesund und schmackhaft kochen“
(c) Elisen-Apotheke
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